Projektdetails

Kunde: MCE GmbH, DB InfraGO

Laufzeit: Ende 2023 – Sommer 2026

Eingesetzte Kompetenzen: Energieversorgung, industrielle Elektromontage, Schaltanlagen, Antriebstechnik, Steuerungstechnik, Automatisierungstechnik, Leittechnik, industrielle IT

Leistungen: Engineering und Planung, Installation, Automatisierung, Inbetriebnahme, Wartung, Rufbereitschaft, Schulung und Einweisung des Betriebspersonals

Brückenautomatisierung für die Friesenbrücke

Steuerungstechnik für Bahn und Schifffahrt

Nach der Kollision eines Frachtschiffs im Jahr 2015 wurde die Friesenbrücke als moderne Hub-Drehbrücke mit beweglichem Mittelteil neu geplant. Die zentrale Herausforderung lag darin, Anforderungen aus Bahntechnik, Schiffsverkehr, Brückenbewegung und sicherheitsrelevanten Betriebszuständen in einer kritischen Verkehrsinfrastruktur zusammenzuführen. 

Zusätzliche Komplexität entstand durch die Dimensionen des Bauwerks, lange Kabelwege und das 145 Meter lange Drehteil. Jede Hub- und Drehbewegung muss exakt gesteuert, überwacht und im Störfall kontrolliert abgesichert werden. 

Das Projekt in Zahlen

Eine leistungsstarke und zugleich hochverfügbare Infrastruktur bildet das Rückgrat der Anlage: von der großflächigen Erdung im Kollektorfeld über umfangreiche Verteilungen und tausende Meter Steuer- und Datenleitungen bis hin zu einer redundanten Steuerung mit doppeltem LWL-Ring. So wird sichergestellt, dass die Solarthermie-Anlage zuverlässig, sicher und effizient betrieben werden kann.

337 Meter

Gesamtlänge der Brücke

145 Meter

langes Drehteil mir tund 1.800 Tonnen Gewicht

90 Sensoren

zur Überwachung von Endlagen und sicherheitsrelevanten Zuständen

Elektrotechnische Infrastruktur für die Hub-Drehbrücke

Energieversorgung, Steuerung und Sicherheit

Actemium setzte die elektrotechnische Infrastruktur in mehreren Teilbereichen um: Energieversorgung, Schaltanlagen, Antriebstechnik, Kabelwege und flexible Energieführung. Die Stärke lag in der Verbindung von Elektroplanung, Montagekompetenz und Automatisierungs-Know-how. So konnten Netzersatzanlage, Niederspannungshaupt- und Unterverteilungen, USV-Systeme sowie Frequenzumrichter für sechs Hydraulikpumpen technisch aufeinander abgestimmt werden. 

 Für die Brückenautomatisierung realisierte Actemium zentrale und dezentrale SPS-Steuerung, PROFINET-Kommunikation, Sensorik, Leitstand, Nebenarbeitsplatz und einen zusätzlichen Fernbediencontainer. Langjährige Expertise in Steuerungstechnik und Leittechnik half dabei, Bedienbarkeit, Überwachung und Störfallkonzepte praxisnah zusammenzuführen. 

Sicherheits- und Betriebsfunktionen ergänzten die Lösung: Schifffahrtssignale, Beleuchtung, Kameras, Lautsprecher- und Wechselsprechanlagen sowie Potenzialausgleich, Blitz- und Überspannungsschutz. 

Projektphasen: vom Engineering bis Inbetriebnahme

Die Projektphasen zeigen, wie Actemium die Umsetzung vom technischen Konzept bis zur Inbetriebnahme strukturierte. Für den Kunden war dabei besonders nützlich, dass Engineering, Montage, Inbetriebnahme und Service eng miteinander verzahnt wurden. 

  • Planung & Engineering

    Auslegung der Energieversorgung, Schaltanlagen, Steuerungsarchitektur, Kabelwege, Sicherheits- und Kommunikationssysteme sowie der Schnittstelle zur Leit- und Sicherungstechnik der Bahn.

  • Montage & Umsetzung

    Installation von Netzstation, Niederspannungsverteilungen, Schaltschränken, Unterverteilugnen, Kabeltrassen, flexiblen Energieketten, Sensorik, Beleuchtung, Schifffahrtszeichen, Kamera- und Kommunikationsanlagen.

  • Inbetriebnahme

    Programmierung und Prüfung der Brückensteuerung, Feinschliff an der Bahnschnittstelle, technische Unterstützung bis zur Endabnahme sowie Wartung, Rufbereitschaft und Einweisung der Brückenwärter.

Leistungsdaten und Mehrwert des Projekts

Die Leistungsdaten verdeutlichen, welche technische Basis für Energieverfügbarkeit, Anlagenverteilung und Kabelinfrastruktur geschaffen wurde. 

  • kVA
    Netzersatzanlage für die Notstromversorgung
  • anlagenspezifisch Unterverteilungen
  • rund m
    unterirdische Kabelwege

Sichere Steuerung für komplexe Brückeninfrastruktur

Verfügbarkeit für kritische Verkehrsinfrastruktur

Für die Friesenbrücke entstand eine technische Infrastruktur, die komplexe Bewegungsabläufe, Betriebsfreigaben und Sicherheitsfunktionen zuverlässig unterstützt. Entscheidend war die abgestimmte Verbindung von Energieversorgung, SPS-Steuerung, Bahntechnik und Schifffahrtssignalen – umgesetzt mit der Erfahrung von Actemium in integrierten Infrastrukturprojekten. Hier zahlte sich die Erfahrung von Actemium mit beweglichen Anlagen, sicherheitsrelevanten Prozessen und hoher Anlagenverfügbarkeit aus. 

Für Infrastrukturbetreiber bedeutet das: geringere Schnittstellenrisiken, klare Verantwortlichkeiten und eine verlässliche Grundlage für Wartung, Rufbereitschaft und langfristigen Anlagenbetrieb. Der Kundennutzen entsteht vor allem durch einen Umsetzungspartner, der technische Komplexität beherrscht und den Betrieb bereits in Planung und Inbetriebnahme mitdenkt. 

Bei der Friesenbrücke war entscheidend, dass viele technische Gewerke zuverlässig ineinandergreifen – von Energieversorgung und Steuerungstechnik bis zu Sicherheits- und Kommunikationssystemen. Actemium hat diese Komplexität strukturiert aufgenommen, die Schnittstellen eng abgestimmt und uns während der Umsetzung mit hoher technischer Kompetenz sowie einer lösungsorientierten Zusammenarbeit unterstützt.

Phil Pickert

Projektingenieur

Einblicke in die Umsetzung

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

  • Europas größte Hub-Dreh-Brücke

  • Inbetriebnahme und Wartung

  • Elektromontage & Installation

  • Energieversorgung

  • Komplexes elektrotechnisches Infrastrukturprojekt

  • Schaltschränke

Ihr Projekt mit uns

Sie planen anspruchsvolle Infrastrukturprojekte mit komplexen Schnittstellen? Actemium begleitet Sie von der technischen Planung bis zum zuverlässigen Betrieb – sicher, integriert und mit Erfahrung aus Projekten wie der Friesenbrücke.