Entmagnetisierungsanlagen für Marineschiffe

Vermessungs- und Entmagnetisierungsanlagen

Magnetfeldkontrolle für Marineschiffe

Das System „DEG COMP MOD 2“ von Actemium eignet sich für alle Typen von Marineschiffen. Es reduziert gezielt magnetische Störungen – wie permanente, induzierte und Wirbelstromfelder – und passt sie an definierte Zielwerte an.
Dank seiner nicht-magnetischen Bauweise ist es besonders geeignet für Minenabwehrschiffe (MCMV) und nicht-magnetische U-Boote.

Das Herzstück bildet die digitale Steuereinheit (DCU), die die Benutzeroberfläche (MMI) enthält und alle Hauptkomponenten miteinander verbindet. Für Bedienung und Überwachung stehen standardisierte Schnittstellen zur Verfügung.

Vorteile der Entmagnetisierungsanlage

Im Vergleich zu herkömmlichen Entmagnetisierungsanalagen bietet das System „DEG COMP MOD 2“ eine Reihe technischer Vorteile, die es besonders effizient und vielseitig einsetzbar machen.

  • Optimierter Energieverbrauch durch das Summenstromprinzip: Gemeinsame Spulen kompensieren das gesamte magnetische Störfeld der Behälter effizient.
  • Weniger Spulenkabel führen zu einer spürbaren Gewichts- und Kostenersparnis bei Kabeln und deren Installation.
  • Höhere Systemzuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit dank einer größeren Anzahl unabhängiger Spulenverstärker und separater Steuerquellen.
  • Verbesserte Integrationsfähigkeit durch kompakte Systemkomponenten und die Möglichkeit, unabhängige Steuerdatenquellen einzubinden.
  • Verzicht auf magnetische Sondensysteme möglich, wenn eine dreiachsige Sonde – etwa in U-Booten – nicht installiert werden kann. Die Funktion wird durch geophysikalische Modelle und Navigationssysteme ersetzt.
  • Optimierte magnetische Kalibrierung des Entmagnetisierungssystems während der Entfernungsmessung: Eingabe von Kalibrierkoeffizienten direkt über die MMI der Steuereinheit – ohne Änderungen an der Verdrahtung herkömmlicher Schaltkästen.

Systemkonfiguration

Die Entmagnetisierungsanlage „DEG COMP MOD 2” ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für den Einsatz auf allen Klassen von Marineschiffen. Es ist in der Lage, die permanenten induzierten und Wirbelstrom-Magnetfeldstörungen von Marineschiffen auf bestimmte Zielsignaturen zu kompensieren. Dank seiner nicht-magnetischen Konstruktion kann es auch auf Minenabwehrschiffen (MCMV) und nicht-magnetischen U-Booten eingesetzt werden.

  • Steuerung für Entmagnetisierung

    Das Herzstück der Entmagnetisierungsanalage ist die digitale Steuereinheit DCU (Degaussing Control Unit). Sie verbindet alle Hauptkomponenten miteinander und enthält die Benutzeroberfläche (MMI), über die das System gesteuert und überwacht wird – ganz einfach über standardisierte Schnittstellen.
    Im automatischen Betrieb erhält die DCU aktuelle Informationen zum magnetischen Erdfeld – entweder direkt vom Messsystem oder es berechnet sie mithilfe eines geophysikalischen Modells und den Navigationsdaten des Schiffes. Dafür ist die DCU mit einem Speicher ausgestattet, der die nötigen Algorithmen enthält. Sollte das automatische System ausfallen, können die Navigationsdaten auch manuell eingegeben werden.
    Das System berechnet fortlaufend den optimalen Strom für jede Entmagnetisierungsspule – basierend auf permanenten, induzierten und gegebenenfalls auch Wirbelstromanteilen. Jeder Verstärker liefert dann den passenden Gleichstrom, um die jeweilige Spule zu versorgen.
    Die Bedienung erfolgt über ein benutzerfreundliches Menü auf einem Display mit Tastatur und Funktionstasten. Bei Störungen oder Grenzwertüberschreitungen zeigt das System automatisch Fehlermeldungen an, damit schnell reagiert werden kann.

  • Netzteil

    Das Entmagnetisierungssystem „DEG COMP MOD 2“ passt sich flexibel an unterschiedliche Schiffstypen an und nutzt dafür zwei verschiedene Konzepte zur Stromversorgung der Spulen.

    Für Schiffe mit geringem Energiebedarf pro Spule – wie Minenabwehrfahrzeuge (MCMVs) oder nicht-magnetische U-Boote – kommt ein zentralisiertes Versorgungskonzept zum Einsatz. Hier werden alle Leistungsverstärker in einem zentralen Gehäuse untergebracht, was die Installation vereinfacht und Platz spart.

    Bei größeren Schiffen mit höherem Leistungsbedarf pro Spule – etwa ferromagnetischen Kampfschiffen oder Versorgungsschiffen – wird ein dezentrales Versorgungskonzept verwendet. Dabei sind die Verstärkereinheiten (DPUs) direkt in der Nähe der jeweiligen Spule installiert, um die nötige Leistung effizient bereitzustellen.

    Beide Konzepte setzen auf eine modulare Verstärkerfamilie mit unterschiedlichen Konfigurationen und Leistungsstufen, die den jeweils benötigten Strom präzise und zuverlässig liefern.

  • Intelligente Terminal

    Das intelligente Terminal von Actemium unterstützt die Schiffsführung dabei, die magnetische Signatur eines Schiffes unter realen Einsatzbedingungen präzise vorherzusagen und zu optimieren. Es kann entweder als Ergänzung zum Entmagnetisierungssystem „DEG-COMP“ oder als eigenständiges Gerät betrieben werden.

    Das intelligente Terminal ist für die folgenden Betriebsmodi ausgelegt:

    • Signaturvorhersage
    • Optimierung der magnetischen Signatur des Schiffes
    • Berechnung der Minengefahr
    • Fernsteuerungsfunktion

Haben Sie noch Fragen?

Kontaktieren Sie uns gerne.