Projektdetails
Kunde: HADAG Seetouristik und Fährdienst AG
Laufzeit: Planung und Umsetzung 2024 bis 2026
Eingesetzte Kompetenzen: Automatisierungstechnik, Energietechnik, Elektromontage
Leitungen: Generalunternehmerleistung, Planung, Projektkoordination, Energieverteilung, Automatisierungstechnik, Elektromontage, Systemintegration, Inbetriebnahme
Moderne Ladeinfrastruktur für E-Fähren
Leistungsstarke Energieversorgung im anspruchsvollen Hafenumfeld
Für die Elektrifizierung des Fährverkehrs in Hamburg benötigte die HADAG eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur an der Betriebsanlage St. Pauli Fischmarkt. Die neue Anlage sollte Hybridfähren zuverlässig mit Energie versorgen und gleichzeitig die Voraussetzungen für den geplanten Einsatz vollelektrischer Fähren schaffen. Dabei waren hohe Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und eine zukunftsfähige Energieversorgung zu erfüllen.
Actemium übernahm als Generalunternehmer die Planung und Umsetzung der Ladeinfrastruktur – von der Projektkoordination über Energieverteilung, Automatisierungstechnik, Elektromontage zur Inbetriebnahme. Die Anlage versorgt bereits heute Hybrid- und Bestandsschiffe mit Strom und schafft eine skalierbare Grundlage für die weitere Elektrifizierung der HADAG-Flotte. So leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zu CO₂-reduziertem Hafenverkehr und nachhaltiger Mobilität auf der Elbe.
Das Projekt in Zahlen
Die Ladeinfrastruktur verbindet hohe elektrische Leistung mit robuster Ausführung für den maritimen Einsatz. Aktuell versorgt die Anlage vier Ladepunkte; perspektivisch ist sie auf bis zu zehn Ladepunkte und den künftigen vollelektrischen Fährbetrieb ausgelegt.
4 MW
ab 2028
750A je Ladepunkt
Herausforderungen bei der Ladeinfrastruktur im Hafenbetrieb
Elektrifizierung unter Hafenbedingungen
Die Elektrifizierung von Fähren stellt Betreiber vor besondere Anforderungen: Hohe Ladeleistungen müssen sicher verfügbar sein und in bestehende Hafeninfrastruktur passen. Am Anleger St. Pauli kamen Gezeiten, Sturmflutsaison, Hochwasserschutz, begrenzte Platzverhältnisse und die schwimmende Pontonanlage hinzu. Gleichzeitig sollte die Lösung drei Hybrid-Fähren, weitere Bestandsschiffe und die ab 2028 geplanten vollelektrischen Fähren versorgen können. Außerdem sollten alle Fähren unabhängig von ihrer exakten Position am Ponton geladen werden können. Für die HADAG ging es daher um eine eigene, flexible und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur für den täglichen Fährbetrieb.
Von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur
Actemium begleitete das Projekt als Generalunternehmer über alle Phasen hinweg. Energieverteilung, Automatisierungstechnik, Elektromontage und Projektkoordination wurden dabei zu einer durchgängigen Systemlösung verbunden.
Energiecontainer für den Hafenbetrieb
Für die Energieversorgung der Ladeinfrastruktur setzte Actemium auf eine containerbasierte Lösung, die speziell auf die Bedingungen am Anleger St. Pauli ausgelegt wurde. Die Technik wurde kompakt integriert, hochwassersicher positioniert und für den zuverlässigen Betrieb auf der Pontonanlage vorbereitet.
Zukunftssichere Energieversorgung
für den elektrischen Fährverkehr
Mit der Ladeinfrastruktur am Anleger St. Pauli erhält die HADAG eine eigene, flexible Stromversorgung für den schrittweisen Ausbau ihrer elektrifizierten Flotte. Actemium bündelte Energieverteilung, Automatisierungstechnik und Elektromontage in einer durchgängigen Systemlösung und reduzierte damit Schnittstellen in einem komplexen Infrastrukturprojekt.
Der Kundennutzen liegt in mehr Flexibilität beim Anlegen, größerer Unabhängigkeit im Betrieb, einer skalierbaren Auslegung für künftige Ladepunkte und einer technischen Basis für CO₂-reduzierten Hafenverkehr. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie Ladeinfrastruktur unter anspruchsvollen baulichen, klimatischen und betrieblichen Rahmenbedingungen zuverlässig geplant, integriert und in Betrieb genommen werden kann.
Actemium hat uns geholfen, für die besonderen Anforderungen einer schwimmenden Anlage eine pragmatische und flexible Lösung zu entwickeln. So können wir unsere Schiffe zuverlässig betreiben und laden – unabhängig von den Rahmenbedingungen im Hafenbetrieb.
Simon Mau
Technischer Leiter, HADAG
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